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Während in der letzten serie objekte wie stäbe/säulen, steine/mauern das zentrum ihres interesses bildeten, setzt sich Ilse Maria Margarete siegrist in der neueren serie mit formen wie knäueln, schleifen, linien/strichen, farbflecken/farbflächen auseinander.
inspirationsquelle für diese auseinandersetzung ist das menschliche gehirn. dendriten, axone, synapsen und andere elemente, innerhalb derer sich der ganze prozeß dessen abspielt, was für I.M.M. hirnströme sind, regen sie zu ihren hirnbildern an. in den hirnbildern erfahren netzwerke, schaltstellen und reizübertragungen ebenso ihre künstlerische umsetzung wie das entstehen von emotionen und den damit verbundenen psychischen konstellationen in der amygdala.
Aus der malerischen transformation ergeben sich oft frei in der bildfläche schwebende objekte wie knäuel, schleifen, linien/striche und farbflecken/farbflächen. Spannung entsteht durch ein wechselspiel von spontanen und festgelegten formen und farben. I.M.M.s gemälde bedürfen eines langen bearbeitungsvorgangs, der sich in einem ständigen Hin und Her von zerstörung und neuanfang vollzieht. Dazu werden unendlich viele farbenschichten und mischungen aufgetragen, wieder entfernt, abgekratzt, ergänzt, übermalt.
Wie für I.M.M. ihre bilder eine art der selbstreflexion sind, so mögen diese beim betrachter innere prozesse der auseinandersetzung mit sich stimulieren.




